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19 Radfahrer unterwegs vom 31.03. - 12.04.


 

Trainingslager Mallorca: Am 4. April brachen wir, Daniel, Gogo, Christian und ich, gemeinsam um 3:30 Uhr nach Salzburg zum Airport auf. Mit der gesamten Trainingsmannschaft hob der Airbus von "Fly Niki" pünktlich um 5:30 nach Mallorca ab. Der Flug war angenehm kurz.
Schon bei der Ankunft mussten wir feststellen, dass das Wetter ganz und gar nicht so südlich mild herüber kam. Das sollte sich auch die ganze restliche Woche nicht ändern. In Österreich schwitzte der Rest der Familie bei mehr als 20°C und wir durften die Langarmtrikots und 3/4 Hosen anlegen. Egal, trotz allem war die Motivation wie das Wochenziel sehr hoch.
1000km sollten nach den 6,5 Trainingstagen am Tacho stehen.
Um 11:00 Uhr nahmen wir von Cyclista unsere Rennräder entgegen. Solide Ausstattung, angenehme Geometrie, nur etwas zu schmale Lenker prägten die schweren (9kg) Trainingsgeräte. Das Gewicht war uns allen relativ egal, da jeder im Nachhinein davon profitieren würde.
Unsere Zimmer im Hotel "Hispania" waren nichts besonderes, jedoch sauber und groß genug für zwei Bewohner. Christian und ich teilten uns klarer Weise solch einen Raum. Nach dem Auspacken tunten wir noch unsere Bikes mit den mitgebrachten Sättel und Radcomputern um die erste Ausfahrt genießen zu können.
Wir starteten um 13:00 Uhr eine "kurze" Ausfahrt auf flacher Strecke. Es sollte die einzige Ausfahrt aller 11 angereisten Personen werden. Danach teilten sich die jeweiligen Fahrer in kleinere passende Gruppen ein.
Auch das Essen am Abend war mehr als ausreichend und abwechslungsreich. Es reichte von Nudel- über Fleisch-, Fisch- hin zu Salatgerichten. Auch für Nachtisch war gesorgt. Torten, Kuchen und Eis in verschiedenen Variationen wurde angeboten.
Einziger noch abzuwartender Kritikpunkt wäre das zu beschlafende Bett gewesen. Doch auch das befand sich auf mitteleuropäischen Standard. Soll heißen, dass man nicht bis zum Boden durch sank und dadurch unangenehme Rückenschmerzen in Kauf nehmen musste.
Montags folgte wieder eine Ausfahrt auf flacher Strecke. Leider verlor ich nach 60km durch einen Ausbruchversuch meinerseits die Gruppe, die an einer Kreuzung anders abbog. Ich versuchte noch den Ort, den ich kurz zuvor wahrgenommen hatte anzusteuern. Über lange Umwege erreichte ich Alcúdia, Wie sich nach dem Kauf einer Landkarte herausstellte lag dieser Ort ca. 100km vom Ausgangspunkt entfernt. Ich suchte mir eine Route und trat in die Pedale. 80km alleine gegen den Wind. Auf elendig langen Geraden, wie Highways in Amerika. Zu meinem Glück traf ich in Santa Maria auf drei Vereinskollegen, die gerade dabei waren einen Platten zu flicken. Ich hängte mich die letzten 30km an dieser kleinen Gruppe an und kam nach knapp 7 Stunden und 178km wieder im Hotel an.
Nach ausgiebigem Abendessen und gutem Schlaf stand ich frisch und munter für die nächste Ausfahrt bereit. Die erste Gebirgsausfahrt. Dieses Mal hielt ich mich zurück um nicht noch mal die Gruppe zu verlieren.
Super Steigungen von rund 5%, tolle Abfahrten, "Ortstafelsprints" und Windschattenspiele machten die Ausfahrt zu einem Trainingstag der besonderen Art. Die Gruppe harmonierte perfekt, neue Bekanntschaften wurden geschlossen und das Tempo konnte durch die Anzahl der Fahrer hoch gehalten werden. Nach 145km und 2300hm war der vierte Trainingstag zu Ende.
Am Mittwoch folgte wieder eine ruhige etwas kürzere Ausfahrt um die Strapazen vom Vortag gut raus zu sprudeln.
Schon Donnerstag folgte die nächste Ausfahrt in die Berge. Meines Erachtens die schönste Ausfahrt des gesamten Trainingslagers. Auf einer Küstenstraße in den Bergen, die sich über 50km der Westküste entlang zog schaufelten wir saftige Höhenmeter auf den Tacho. Flo und ich brachen mal wieder aus, um vorausfahrende "Eventuellprofis" aufzurollen. Nach langen 10-15km warteten wir wieder auf den Rest der Gruppe. Ein ewiges Auf und Ab und geile Kurvenkombinationen brachten uns zum staunen und lächeln. Nach 170km und 2770hm kamen wir etwas erschöpft am Ausgangspunkt, Palma an.
An diesen Abend gingen wir mit den "Jungen Wilden" unseres Vereins ein Bier trinken. Naja, aus dem einen Bier wurden ein paar Liter, was uns aber nicht mehr nehmen konnte, was wir bereits geleistet hatten. Im Lokal "Bierkönig" wurde mir gezeigt, was es heißt Deutscher auf Mallorca zu sein. Dazu möchte ich mich aber jetzt nicht näher auslassen. Nur soviel: Bin froh, dass ich kein Bifke bin.
Am letzten Tag, Freitag, ging es anfangs mit starken Kopfschmerzen los. Nach 60-70km stellte sich aber wieder der normale Zustand ein und ich konnte meine letzte Trainingseinheit auf Mallorca nochmals genießen.
Am Ende hatte ich 35 Stunden Trainingszeit, 975km und 9080hm zu mir genommen. Außerdem konnte ich mich über durchwegs angenehme Gesellschaft freuen, aß ohne Ende und lernte neue interessante Menschen kennen. Auch die restlichen Fahrer hatten ähnliches an Umfang geleistet.
Mit etwas Wehmut aber auch extremer Vorfreude auf meine Familie stieg ich abermals in den Flieger und verließ am Samstag Vormittag Mallorca. Etwas verbittert über das schlechte Wetter zweifelte ich daran nochmals auf diese Insel zu kommen. Aber....sag niemals nie.

Bilder

Text bei Andi Pröll



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