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5 Mannen vom RC Bike-Sport Micheldorf


Trainingslager Zypern - Larnaca

Bei eisigen Temperaturen und glatten Fahrbahnen ging es am Freitag den 12. Februar nach München zum Airport. Mit von der Partie: Christoph Berger-Schauer, Eder Peter, Aigner Mathias, Danmayr Florian, Sonja, Manuel und Tanja. Die Erstgenannten stark motiviert um eine hohe Anzahl an Kilometer zu fressen. Die Restlichen um sich vom stressigen Alltag zu erholen und Kraft für die nahe Zukunft zu schöpfen.
Problemlos gestalltete sich das Einchecken und das Abgeben der eigens mitgebrachten Rennräder. Pünktlich startete der Flieger der Sonne entgegen. Scherzend und übermütig lernten wir einander näher kennen und stellten uns auf eine trainingsreiche, aber auch abwechslungsreiche Woche ein.
Nach knapp 3 Stunden und einer Stunde Zeitverschiebung stiegen wir bei schon angenehmeren Temperaturen aus. Klarer Himmel, leider keine Sonne mehr, da schon zu spät und die südliche etwas salzige Meeresluft in den Haaren.
Nach kurzem Transfer mit Bus und Großraumtaxi kamen wir im Hotel "Lordos Beach" an. Sauber und angenehm ruhig präsentierte sich der mit ca. 250 Zimmer große Betonblock. Auf de Rückseite eine wunderbare Poollandschaft, mit anschließendem Sandstrand zum Meer. Die Zimmer nichts Außergewöhnliches, aber wie das gesamte Anwesen, sauber mit jeglichem Komfort, den man als Trainierender benötigt. Einziger Wehrmutstropfen: Die Betten waren steinhart. Es sollte sich noch herausstellen, dass der dadurch schlechte Schlaf nicht förderlich für die Regeneration sein würde. Man(n) fühlte sich eher so, als würde man im Halbschlaf von Widersachern verprügelt werden.
Auch das Essen war ausreichend, wenn auch sehr südländisch (was auch sonst). Frühstück englisch angehaucht und am Abend gab es "Soßfleisch" in allen Variationen.
Aber nun zum Training:
Der erste Tag: Schon im Vorfeld legte ich für mich und das Team die Touren fest, um gewisse Anhaltspunkte zu schaffen, und die Trainingspartner auf die bevorstehenden Strapazen einzustellen. Die Ausfahrten waren auf 130km bis 180km angelegt. Was auf Grund der Kürze des Trainingslagers nicht zu lang geraten waren. Wir hatten ja nur 6 Tage Trainingszeit zur Verfügung.
Nach einem ausreichenden Frühstück ging es um 9 Uhr los. Die erste Etappe führte uns auf flacher Strecke und leichten Umwegen nach "Ayia Napa". Die südöstlichste Stadt der Insel Zypern. Schon bei dieser Ausfahrt mussten wir feststellen, dass die Landkarte mit den tatsächlichen Straßen nicht unbedingt übereinstimmt. Teile von Straßen wurden noch nicht gebaut, oder schon wieder aufgelassen. Aber nach gut 4,5 Stunden und 120km kamen wir trotz allem wieder am Hotel an.
Am zweiten Tag ging es dann schon eher zur Sache. Die Hauptstadt "Nicosia" war unser Etappenziel. Gut geplant ist halb gewonnen. Leider nicht immer. Wie gesagt, die Straßen machten uns einen Strich durch die Rechnung. Durch die inselinterne Landesgrenze grichisch-Zypern und türkisch-Zypern kommt es immer wieder zu Unterbrechungen der Hauptverbindungen.
Schon auf den Hinweg zur Hauptstadt machten wir ein Plus von 30 Kilometern, was etwas an der mentalen Einstellung zerrte. Doch wie heißt es so schön? Die Zeit heilt alle Wunden. Nach einer knappen Stunde bei gutem Essen waren die Speicher wieder geladen und es ging retour zum Hotel. Leider, oder zum Glück, wie man es sieht, wieder mit einer großen Fleißaufgabe. Am Tagesende standen 160km zu Buche.
Der dritte Tag bescherte den 5 Musketieren eine flache Etappe an der Südküste. Ziel: Limassol. Schnell und problemlos orientierten wir uns, hatten schon unsere Erfahrungen gemacht und ließen uns nicht mehr zum Narren halten. Dieses Mal ging alles gut mit der Streckenfindung. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass der heutige Tag das schnellste Tempo bringen würde. Es war einfach eine Wucht, bei leichtem Rückenwind auf gerader Strecke mit 40 - 50km/h dahin zu ziehen. Windschattenfahren, Kreiselfahren, und attakieren. Jeder einzelne der 5er Gruppe machte seine Aufgabe gut. Nach über 170km und einer reinen Fahrzeit von 5:43 kamen wir etwas erschöpft an der Hotelanlage an. Beim Abendessen wollte ich die Mannschaft etwas bremsen und die übermotivierten Teilnehmer eine Pause vorschlagen. Scheinbar noch zu früh, obwohl so mancher Hintern bereits offen, Knie und Achillessehnen etwas überlastet und die Motivation im Keller war.
Die Bergetappe: Das Trodosgebirge mit über 2000 Metern Seehöhe bot sich als hervorragendes Gebiet an um nicht nur Kilometer sondern auch Höhenmeter zu sammeln. Die ausgearbeitete Tour war wohl etwas zu lang. Darum planten Christoph und ich eine etwas kürzere Tour.
Quer über die Insel bewegten wir uns in Richtung Gebirge. Immer steigend, heiß und trocken. Durch, oder an netten kleinen Bergdörfern vorbei, an endlos langen Anstiegen empor und immer die wunderbare Vegetation im Auge. Alles blüht, grünt und gedeiht im Februar auf Zypern.
Nach gut 1000 Höhenmetern kamen wir abermals an eine Stelle die nicht für Rennräder geeignet ist. Wir kontrollierten die Karte, konnten es dennoch nicht glauben, dass diese Verbindung tatsächlich auf Schotter stattfinden kann. Zwei Möglichkeiten. Umdrehen und die gesamte selbe Strecke retour fahren, oder mitten durch die Pampa. 7km lang war dieser strapaziöse Ritt. Am Boden zerstört mit rotem Gesicht und kaum noch Wasser in den Flaschen kamen wir am höchsten Punkt dieses Tages an. 1400m Seehöhe. Die Straße schlängelte sich vor uns in die Tiefe. Noch etwas überziehen und nichts konnte uns mehr halten. Doch, Peter konnte nicht glauben, dass die Abfahrt kalt werden würde. Kurz unterbachen wir den wilden Ritt in den Serpentinen um auch Peter die Möglichkeit auf etwas Wärme zu geben. Im hohen Tempo mit gut kalkuliertem Risiko legten wir in kürzester Zeit an die 1000 Höhenmeter zurück. Durstig und etwas geschwächt erwarteten wir sehnlichst das nächste Dorf. Es dauerte aber noch lange, da scheinbar an diesem Tag die halbe Insel Siesta feierte.
Nach 6 Stunden 20 Minuten, 160Km und 2300Hm hatten wir auch diese anspruchsvolle Tour hinter uns gebracht.
Die restlichen 2 Tage waren wieder ruhiger, ausgenommen meine Magenschwäche auf Grund von schlechtem Fisch.
Alles in Allem war dieses Trainingslager wieder ein voller Erfolg. Ich denke auch für meine Mitstreiter war es spaßig, wenn auch nicht immer leicht. Aber es sollte ja auch kein Urlaub, sondern eine Stärkung für die kommende Saison sein. Wir lachten, hatten 2 tolle Joker in Peter und Florian mit. Mit Chrisoph und Mathias hatte ich zwei erfahrene Fahrer an meiner Seite.
So hatte jeder sein Ziel erreicht: Der eine Blasen am A...., der andere genügend Kilometer oder ein kaputtes Knie, wie auch ziehende Achillessehnen. Na, Spaß beiseite - es wor einfach GEIL, wie mein Kleiner zur Zeit sagt.
Ach ja, nicht zu vergessen, die restlichen von uns, Sonja, Manuel und Tanja hatten auch genügend zu tun. Ob mit dem Bike, im hoteleigenen Hallenbad oder einfach nur ruhend am Zimmer.

Text by Andi Pröll



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