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Bergrennen am Wurbauerkogel


Der Bergkaiser. Wäre er nicht in der Region und würden nicht so viele Bekannte und Freunde vor Ort sein, ich würde nicht starten. Das hat nichts mit der Veranstaltung zu tun, denn die ist, dank Bernhard Graßecker und seinen Mannen vom RC Pyhrn Priel, top organisiert. Das Konzept des Teambewerbs ist eine nette Abwechslung, die Starts gut getimed, das Chili schmackhaft und die Preise keine Altmetall-Pokale oder Werbegeschenk-T-Shirts.

Trotzdem, der Bergkaiser ist ein Bergrennen und die rangieren in meiner Rangliste knapp vor Bananen und Dokus über chirurgische Eingriffe. Was tut man also, wenn man trotzdem startet? Ein weis(s)er junger Mann aus unserem Verein hat einmal gesagt: "Des musst lustig sehn, sonst host koa Guadi!"

Meinen Spaß hatte ich dann auch gleich zu Beginn. Während der große Favorit Hans-Peter Obwaller das gesamte Feld Richtung Anstieg zog, überlegte ich, was er wohl tun würde, wenn ich mich vom Feld davon stehle. Gedacht getan! Eder Peter, total angetan von meinem Plan, heftete sich an mein Hinterrad. Schnell brachten wir einige Meter zwischen uns und das Feld. Allerdings wussten viele Fahrer nicht um meine fehlenden Bergqualitäten bescheid, weshalb sich einige anschickten die Lücke schnell wieder zu schließen. Im Gegensatz zu Peter wollte ich nicht die ganze Führungsarbeit für das Peloton von rund 70 Fahrern machen und verabschiedete mich ein paar Plätze nach hinten. Peter aber zog an der Spitze brav bis zum Anstieg durch, was sich dann allerdings überraschender Weise in fehlendem Pedaldruck auf der steigenden Straße niederschlug. Wie vermutet war das erste Steilstück eine absolute Schinderei für mich. Fahrer um Fahrer zog vorbei. Ab der ersten Kehre fing ich mich jedoch wieder, holte ein paar Kontrahenten ein und zog gut durch bis zum Ziel am Wurbauer. Rang 13 und weniger als zwei Minuten Rückstand auf Obwaller. Dafür, dass Peter und ich im Flachen schon unseren Spaß hatten, nicht mal so schlecht...

Im Team präsentierte ich mich diesmal mit den farbenfrohen Chilirider-Fahnenflüchtlingen: Thomas Bichler schenkte sich nichts am Bike, während sich Luki Brandstetter über den ungewohnten Freiraum eines Läufers freute. Für unsere ansprechenden Leistungen wurden wir schlussendlich mit Rang 3 (in der Klasse Herren bis 30 Jahre) und "Bschoadbinkerl" belohnt. Bei Live-Musik, Chili con Carne und einer Trial-Show von Tom Öhler feierten wir die Erfolge der weiteren BikeSportler:

Michaela Mandlbauer und Sabine Buchner siegten gemeinsam mit Margit Egelseder souverän in der Damen-Wertung. Erster in der Mixed-Kategorie wurden Florian Richard, Barbara Mandlbauer und Peter Eder. Und Hermann Grall und Peter Mandlbauer errangen mit Franz Pramhas den zweiten Platz bei den Herren über 50.

Bergrennen haben sich in meiner Gunst nicht verbessert, der Bergkaiser wird mich aber mit Sicherheit auch nächstes Jahr sehen - und zwar am Start.

(christoph, bloglobuli.tk)


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