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Kurztrip Istrien



Der mystisch mythische Trail

Diesen Mai haben sich Tanja und ich wieder in unsere Lieblingslandschaft - Meer mit Bergen - aufgemacht: Kroatien. Wobei ich Fan von beidem bin, Tanja hingegen das Meer bevorzugt. Der Finger auf der Landkarte hat sich diesmal für das kleine Örtchen Mošćenička Draga [Moschtschenitschka Draga], Istrien, 20 Kilometer südlich von Opatija. Rund 300 Einwohner, im Sommer ca. fünfmal so viel. Und das Netteste: kein Autoverkehr - das Ortszentrum ist für PKW gesperrt.
Gleich dahinter ragt der 1401m hohe Vojak aus dem Učka Gebirge auf. Der höchste Berg Istriens. Mein Ziel. Und Tanja's Ziel sollte er auch noch werden. Da man aber große Ziele in kleinere Etappen teilen soll, gab ich zuerst das Bergdorf Mala Učka (ca. 1000m) als Destination an.

Über Mošćenice und Sveta Jelena kurbelt man sich zuerst gemütlich auf einer Asphaltstraße ein, um sich dann mit sinkender Trittfrequenz und gespannten Waden auf einer steilen, groben Schotterstraße nach oben zu kämpfen. Es folgt ein Hochplateau, dass paradoxerweise weniger alpin wirkt als die Landschaft auf den 900 Höhenmetern darunter: grüne Wiesen, weidende Pferde, Schafherden und irgendwo im Schatten versteckt die Hirten.

Den Gipfel des Vojaks im Blick, beginne ich kurz vor dem Abzweig nach Mala Učka mit Sätzen wie "Schau wie der nahe ausschaut. Des kann gar nimma weit sein!". Und dann gelingt mir das beinahe unmögliche: Tanja umzustimmen und Richtung Gipfelsieg zu lenken. Die ca. 150 Höhenmeter, die wir auf der Asphaltstraße nach Velika Učka wieder herschenken, zerren zwar an den Nerven, sind aber notwendig um auf die Straße Richtung Gipfel zu kommen, die fleißig von Rennradfahrern frequentiert wird.

Der höchste Berg Istriens. Das merkt man auch von oben. Die Fernsicht ist gewaltig. Toller Blick auf Rijeka, die schneebedeckten Berge dahinter, Cres und Krk und ins Hinterland Istriens.

Tanjas Pulsmesser zeigt über vier Stunden Fahrzeit. Der Rückweg soll möglichst direkt sein. Der Wanderweg am Grad bietet sich an, allerdings ist nicht alles fahrbar und zudem vergeigen wir uns nach Mala Učka. An Kartenmaterial können wir nur eine grobe Skizze in einer Broschüre über den "mythisch-historischen Pfad" aufbieten. Den Einstieg dazu finden wir nicht. Es handelt sich wohl eher um einen mystischen als mythischen Pfad.

Erst auf den letzten Metern stoßen wir zufällig auf den Weg mit der außergewöhnlichen Markierung. Zurück in Mošćenička Draga rollen wir sofort an die Promenade und schlagen uns die Bäuche mit einer istrianischen Fleischplatte voll. Über 7,5 Stunden reine Fahrzeit. Wir haben gut geschlafen.

Am nächsten Morgen sind wir immer noch platt. Dann eben kein Biken heute. Wir rollen auf der Küstenstraße nach Brseč. Ein kleiner mittelalterlicher Ort. Wir finden ihn eher unspektakulär, kehren um und freuen uns auf ein Eis am Strand. Während ich Schlagobers, Eis und Nüsse aus meinem Becher löffle, sticht mir immer wieder eine Höhle im Učka Gebirge ins Auge. Und wie wir das bereits von "Inception" kennen: hat sich ein Gedanke einmal festgesetzt, lässt er einen nicht mehr los. Also schwinge ich mich diesmal alleine aufs Bike und kurble die steile Straße nach Obrš, dann noch ein gutes Stück den Wanderweg, bis dieser zu steil wird. Wenige Höhenmeter weiter stehe ich bei der Höhle Zijavica und habe den genialsten Blick auf unser Ferienquartier: Mission accomplished.

Beim Blick aus der Höhle fällt mir auf, dass ich gar nicht sooooo weit vom mythischen Trail entfernt bin. Das kurze Stück gestern hat mir doch etwas Appetit auf mehr gemacht. Also runter nach Obrš, weiter nach Sučići und steil rauf bis nach Trebišća (besteht aus ganzen zwei Häusern). Dort biege ich in einen der schönsten Wanderwege ein, die ich in Kroatien bislang gefahren bin. Und das Allerbeste an Wanderwegen hier: es gibt keine Wanderer. Drei, vier Kilometer schlängelt sich der schmale Pfad mit der weiß-blauen Markierung den Hang entlang. Very smooth. Ich könnte ewig weiterfahren, muss aber aufs Gas drücken. In Mošćenice stoppe ich kurz am Restaurant "Perun", in dem ich jetzt eigentlich schon mit Tanja sitzen sollte, und reserviere zur Sicherheit einen Tisch.

Neben dem Restaurant führen 754 rustikale Stufen zum Strand (Sveti Ivan). Kazunk-Kazunk-Kazunk. Die ersten paar Hundert machen richtig Spaß, mit der Zeit wird's dann aber doch anstrengend. Mit Sicherheit weiß man am Ende aber, dass man Bandscheiben hat. Schnell retour ins Hotel, duschen, Tanja mitnehmen und 754 Stufen wieder rauf zum Restaurant. Radler, Fisch und Steak munden auf der Terrasse bei einbrechender Dämmerung und genialer Aussicht gleich noch viel mehr.

Must-Dos:
  • zum Kiesstrand in Mošćenička Draga, am besten bei Tag und bei Nacht
  • rauf zur Höhle Zijavica
  • den genialen mythischen Trail von Trebišća nach Mošćenice fahren
  • die Altstadt von Mošćenice besichtigen
  • -im Restaurant "Perun" in Mošćenice auf der Terrasse speisen
(christoph, bloglobuli.tk)




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