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WELTMEISTER 2009


24h Indoor MTB - Weltmeisterschaft Freistadt:
Schon im Vorfeld und den Vorbereitungen zum ersten Highlight der Saison, kam es zu verschiedenen Schwierigkeiten. Anfangs schied Lukas Brandstetter aufgrund einer Grippe vorzeitig aus. Danach gestaltete sich die Suche nach einem Ersatzfahrer als äußerst schwierig und aufwendig. All unsere Bekannten und Freunde wurden angerufen, um doch noch ein 6er Team auf die Beine stellen zu können.
Teamleader Tom und ich stellten uns schon auf ein kleineres Team ein. Wir beschworen uns gegenseitig und redeten bereits über ein 2er Team. Eine Woche vor Ende gesellte sich doch noch ein sechster Fahrer zu unserer Mannschaft. Er, Eder Peter komplettierte unser Team:

RC BikesportMicheldorf Fronius International

Das Team: Bichler Tom, Pröll Andreas, Eder Peter, Berger-Schauer Georg, Berger-Schauer Christoph und Richard Florian

Der Renntag: Um 7:30 fuhren wir geschlossen nach Freistadt, um unser Fahrerlager zu beziehen. Liegen, Werkzeug, Räder, Nahrung,... wurden aus den Karren in die "Turnhalle Freistadt" verfrachtet. Um 11:00 Uhr machten wir uns auf zur Fahrerpräsentation. Zu dieser Zeit hob sich bei uns allen der Adrenalinspiegel. Die letzten strategischen Ziele und Vorsätze wurden abgeklärt, die Reihenfolge der Fahrer fixiert.
Ich fuhr als erster los. Heftete mich sofort an das Hinterrad von Krenn Wolfgang und konnte diesen bereits nach 4 Runden überholen. Daraufhin entschloss ich mich für einen langen Turn von ca. einer Stunde. Diese Strategie ging voll auf. Ich konnte eine ganze Runde Vorsprung auf das zweit platzierte Team Muskelkater.at herausfahren. Danach folgte Bichler Tom, Berger-Schauer Georg und sein Bruder Christoph.
Leider hatte Christoph großes Pech und wurde bereits in seiner dritten Runde von einem tschechischen Einzelstarter abgeschossen. Christoph musste die halbe Runde zu Ende laufen, um an den nächsten Fahrer übergeben zu können. Das reichte bereits, um die Führung nach knapp über 2 Stunden wieder aus den Händen zu geben.
Es setzte sich das Team Muskelkater.at an die Spitze und kontrollierte das Feld beinahe nach Belieben. Wir, RC-Bikesport Micheldorf Fronius International, hielten uns auf dem nach hinten gut abgesicherten zweiten Rang. Meine Teampartner wechselten zunächst alle 15-20 Minuten. Ich fuhr noch zwei weitere lange Turns mit jeweils einer Stunde und 45 Minuten. Danach griff auch ich die Strategie meiner Mitstreiter auf.
Mit tollen Rundenzeiten und gleichmäßiger Fahrweise verloren wir in den ersten 11 Stunden nur gut drei Runden auf die Führenden und bauten unseren Vorsprung zu den Dritten auf sechs Runden aus. Ab Mitternacht änderte sich unsere Strategie erneut um den einzelnen Fahrern unseres Lagers die Möglichkeit auf lange Ruhephasen zu geben. Jeweils in 2er-Sub-Teams griffen wir zwei Stunden lang auf hohem Niveau an und hielten uns dabei recht gut im Rennen.
Nach 22:30 Stunden schien das Rennen so gut wie gelaufen. Auf dem sicheren zweiten Rang liegend holten wir nochmals alles aus unseren Körpern heraus. Einige hatten bereits Muskelprobleme, andere wiederum bekamen es mit dem Magen zu tun.

Dann kam es plötzlich und unerwartet zu einen spektakulären Unfall. Dieser betraf zu meinem Bedauern die in Führung liegenden "TeamMuskelkater.at" Fahrer. Andre Reitmayr fädelte mit seinem Lenker am Geländer des höchsten Hindernisses ein und stürzte kopfüber 3 Meter nach unten. Völlig benommen und schwer verletzt taumelte er, nach seinem Bike suchend, umher. Zwei Helfer lotsten Andre dann geradewegs zur Wechselzone, wo dieser seinen nächsten Fahrer abklatschte.
Dies ergibt jedoch einen absoluten Regelverstoß, da von jedem Athleten die Runde zu Ende gebracht werden muss.
Sofort wurden von allen umstehenden Teams Proteste laut, was zu einem Ausschluss des gesamten Muskelkater.at Teams führte. Wir, die Bike-Sportler wollten uns noch auf ein anderes Urteil einlassen, doch die Rennkommissare hatten ihr letztes Wort gesprochen.

Auf diesem Weg möchte ich Andre gute Besserung wünschen und jegliche Zwischenrufe und feindliche Gedanken verstummen lassen und ebenso darauf hinweisen, dass es nicht unsere Absicht war, das Konkurrenzteam aus dem Rennen zu werfen. Ich, Andi verstehe auch die momentane Wut und möchte darauf verweisen, sich selbst in die Lage des Verfolgers zu versetzen.

Zurück zum Rennen: Noch gut 1,5 Stunden waren offen, um die 24 Stunden Weltmeisterschaft zu beenden. Wir lagen mit 15 Runden Vorsprung in Führung und hatten nicht vor, diese noch herzugeben. Alle Fahrer aus unserem Team drosselten das Tempo und fuhren ab sofort auf Sicherheit was Material und Stürze betraf. Trotz allem hielten wir die 15 Runden Vorsprung und gingen als

Weltmeister 2009

durch das Ziel. Momentan kam jedoch nicht die erwartete Freude auf. Es lag ein wirklich bitterer Beigeschmack in der Luft. Wissend, dass wir auf Grund unserer Leistung wohl nur Zweiter geworden wären, dachten wir an die ausgeschiedenen "Muskelkater.at" Fahrer und besonders an Reitmayr Andre, der bereits ins AKH Freistadt eingeliefert worden war.
Andererseits hätte es auch uns treffen können, was das Ergebnis der nachfahrenden Teams zum Positiven verändert hätte.

Hochoffiziell wurden die Weltmeistertrikots in den Regenbogenfarben an uns übergeben. Zweiter wurde das Team "sq.2radchaoten.com" und Dritter das Team "RC GRASSINGER LAMBACH STIWA".

(Feb '09 by Andreas Pröll)



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